Business as (un)usual: No Man is an Iland

Wie lange und wie oft doch die wichtigsten Erkenntnisse geteilt werden können – ohne dass man daraus die nötigen Lehren und Konsequenzen zieht. Schon 1624 beschäftigte sich der englische Dichter John Donne mit so etwas wie dem „Brexit“ – und dem, was dahinter steht. Wesentlich mehr als Veränderungen der Wirtschaft, beim Reisen, Telefonieren oder Arbeiten.

Hier rezitiert PJ Harvey das Gedicht aus aktuellem Anlass:

Kein Mensch ist eine Insel… Und hier ist die Übersetzung von wikipoetry:

Kein Mensch ist ein Insel

Kein Mensch ist eine Insel, vollständig in sich selbst;
jeder Mench ist ein Teil des Kontinents, ein Teil des Festlands.
Wenn die See ein Klumpen Erde wegspült, ist Europa weniger,
genau so, als wenn es ein Vorgebirge wäre ,
genau so, als wenn es das Anwesen deines Freundes wäre, oder dein eigenes.
Der Tod jedes Menschen verringert mich, weil ich in die Menschheit eingebunden bin;
So schicke nie einen Diener zu fragen, für wen die Glocke läutet; sie läutet für dich.

Interessanterweise heißt es im Original nicht wie im modernen Englisch „Island“, sondern „Iland“. Was Dieter Hildebrandt 1975 treffend in der „Zeit“ unter dem Titel „Warum niemand eine Insel ist“ erläuterte.

„Ich-Land“ und „Insel“. Wo wir alle doch nur und vor allem Teil eines großen, uralten Ganzen sind – und jeder Einzelne den bedeutendsten Beitrag zur Zukunft dessen leistet, was wir Menschheit nennen.

 

Business as (un)usual: Das Ende der Homepage?

Oha, da bastelt man Abende lang an seiner Homepage, steckt viel Liebesmüh in die Optimierung für alle möglichen und unmöglichen Suchmaschinen, knipst Fotos, verlinkt fleißig – und dann sagt da jemand einfach, die Homepage ist ein Auslaufmodell! „Homeless Media“ ist ein neues Schlagwort.

Sehr lesenswert – auch wenn ich das Statement von Francesco Marconi als Provokation verstehe:

MEEDIA: „Das traditionelle Konzept der Homepage ist überholt“

Morgan Motor Company – Guter, alter Kutschenbau

Im englischen Malvern Link ist die Morgan Motor Company seit 1913 ansässig.
Im englischen Malvern Link ist die Morgan Motor Company seit 1913 ansässig. Foto: Frank Börnard

Im Schwarzwälder Boten erschien meine Reportage (leider nicht online verfügbar) über die Morgan Motor Company, die in Südengland noch wie anno dazumal Autos weitgehend von Hand baut.

Morgan 4/4
Der Morgan 4/4 ist ein Klassiker. Noch heute werden Teile des Aufbaus aus Eschenholz gefertigt. Foto: Frank Börnard

Das Modell 4/4 wurde schon 1936 vorgestellt, erfuhr Anfang der 50-er Jahre mal eine Überarbeitung – und ist heute noch in Produktion.

Factory Tour
Bei einer Factory Tour bekommen Besucher einen tiefen Blick hinter die Kulissen – Fotografieren ausdrücklich erwünscht. Foto: Frank Börnard

 

Handarbeit Morgan Motor Company
Sehr viel Handarbeit steckt in jedem Morgan. Foto: Frank Börnard

Nicht nur für Auto-Enthusiasten lohnt es sich, Morgan mal einen Besuch abzustatten und an einer Factory Tour teilzunehmen. Es ist faszinierend, wie dort gearbeitet wird. Absolut feste Arbeitszeiten, genau so penibel eingehaltene Teepausen, viel Freiheit bei der Gestaltung der Arbeitsabläufe und Stolz auf das Produkt sind sehr bemerkenswert.

Meine Fotos gibt es bei Flickr.

Business as (un)usual: Digitale Revolution

Der zweite Post in der Reihe Business as (un)usual: Am 26. April gibt’s einen Studium Generale Abend zum Thema Digitalisierung in der Business School Alb-Schwarzwald – da lohnt sich die Teilnahme erfahrungsgemäß:

Die Digitale Revolution – eine Herausforderung für unsere Gesellschaft

Social Media, mobiles Internet, Smartphones und Tablets, Clouds oder Internet of Things verändern unsere Gegenwart grundlegend. Digitale Technik revolutioniert unser Leben und Arbeiten und bietet völlig neue Ansatzpunkte und Entwicklungsmöglichkeiten in allen Bereichen unseres Lebens. Inwieweit die digitale Revolution unsere Gesellschaft, unsere zwischenmenschliche Kommunikation, unsere Werte und unsere Ethik beeinflusst und herausfordert, soll bei diesem kostenfreien Vortrag  am

Dienstag, den 26. April 2016, 19:00 Uhr

in der

Business School Alb- Schwarzwald, Wilhelmshall 36 in Rottweil thematisiert werden. Die Referenten sind Matthias Herrmann, Leiter des strategischen Alliance Management bei Unify und Samuel Hartmann, evangelischer Pfarrer und Medienreferent für das evangelische Medienhaus in Stuttgart. Anmeldung bitte unter u.villing@bs-as.de oder 07426/9319875.

Business as (un)usual: ideenwerkbw.de

In der Reihe Business as (un)usual gibt’s Fundstücke aus dem WWW zu Wirtschaftsthemen. Zum Start ein interessanter Ansatz:

Ideenwerkbw

Wirtschaftsredakteur Andreas Geldner hat aus seinem persönlichen Blog über Wirtschaftsthemen gemeinsam mit Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten Ideenwerkbw.de entwickelt, mit dem Untertitel „Innovation in Baden-Württemberg“. Es geht um „Ideen, Innovationen, Inspirationen“. Das lässt sich ganz spannend an – auch wenn das Themenspektrum etwas schwammig und der Titel dagegen ziemlich allumfassend gewählt ist. Einfach mal reinschauen – und bei Bedarf auf Twitter folgen (@innovationbawue)!

Ein neuer Job

Ein neuer Job im (nicht mehr ganz) neuen Jahr: Ich werde Wirtschaftsförderer beim Zweckverband Interkommunales Gewerbegebiet Sulz a. N. / Vöhringen

Frank Börnard Wirtschaftsförderer InPark A81
Frank Börnard – bald Wirtschaftsförderer des InPark A81

Auf die neue Aufgabe freue ich mich schon sehr. Ein paar Fotos des InPark A81 gibt es schon bei Flickr. Die Kolleginnen und Kollegen von der Stadt, vom InPark A81 und von den beiden Tageszeitungen haben auch schon berichtet:

Zusätzlich werde ich mich bei der Stadt Sulz in den Bereichen Tourismus, Stadtmarketing und Öffentlichkeitsarbeit einbringen.

Ach so – und falls jemand mal einen Baggerfahrer braucht:

Einen Radlader, eine Kettenraupe und einen Komatsu PC 350 NLC bin ich auch schon gefahren (Beweis siehe hier). Aber wo ich damals unterwegs war, wächst heute kein Gras mehr…

 

Weihnachten im Bücherschränkle

Über Weihnachtsbaum, Geschenke und festliche Beleuchtung freut sich an Weihnachten auch die Eule im Bücherschränkle am Neckarufer. Das Foto hat sie natürlich auch unter @buecherschraenkle auf Instagram und #littlefreelibrary gepostet. Schaut doch mal vorbei – entweder direkt am Bücherschränkle oder auf Instagram!

Weihnachten im Bücherschränkle
Im Bücherschränkle feiert die Eule mit vielen Geschenken.

Und was gab’s fürs Bücherschränkle zu Weihnachten? Einen eigenen Stempel!

Stempel fürs Bücherschränkle
Frank geht fürs Bücherschränkle stempeln…
Stempel Bücherschränkle
Ab sofort sieht man, dass die Bücher mal im Bücherschränkle gewohnt haben.

Gut, als Geschenk („Habe ich extra für Dich gekauft!“) taugen die Bücher damit nicht mehr so gut… Aber dafür sieht der Stempel schick aus. Und wenn wer das Buch ausgelesen hat, bringt es vielleicht zurück ins Bücherschränkle – damit sich der nächste Leser oder die nächste Leserin darüber freuen kann.

Ich werde beim NorthernDigitalAward erwähnt

Bei diesem Weihnachtsgeschenk bin ich richtig rot geworden: Ich habe an einem Onlinekurs  „Digital And Social Media Marketing“  von Salford Business School & The Candidate Ltd teilgenommen. Genau dieser Kurs ist nun auf der shortlist für den NorthernDigitalAward.

NorthernDigitalAwardsShortlist

Hey, das bin ja ich!

Das Beste daran: Ich werde in der Erklärung genannt und gezeigt, warum dieser Kurs so gut war. Mein Video und der Tweet „The Bread Buyer Persona“ dienen als Beispiel für die Beteiligung der Studierenden.

 

Das ist mal ein Grund, sich zu freuen und rot zu werden!

Nebenbei: Auch die Illustratorin Angelika Ullmann wird erwähnt. Mehr als verdient, angesichts der grandiosen „sketchnotes“, die Angelika gezeichnet hat!

Schaut Euch das zum Beispiel mal an:

Die Magie des Papiers

Irgendwie ist es doch etwas Besonderes… In der digitalisierten, der Digitalen Welt, kommt die Post. Der Postbote gibt mir einen stabilen Briefumschlag mit ausländischen Briefmarken.  In großen, mahnenden Buchstaben steht „Nicht knicken“ drauf.

Certificate of Participation for Frank Boernard
So digital ist die Welt nun auch nicht wieder…

Drin ist ein Teilnahme-Zertifikat für einen Onlinekurs der University of Birmingham. Irgendwie ist es doch schön, das aufwendig ausgedruckt auf Papier zu haben. Auch wenn es „nur“ ein Teilnahmezertifikat ist.

Mir gehen Bilder von älteren US-amerikanischen Filmen durch den Kopf. Von Anwaltsbüros. Die Wände von oben bis unten gepflastert mit Zertifikaten.

Sicher, das digitale Zertifikat ist heutzutage viel sicherer gegenüber Fälschungen. Es braucht kein Selfie, um es zu teilen. Jeder kann danach suchen. Aber das Papier fasse ich dann doch etwas vorsichtig an und überlege, wo ich es sicher ablege. Immerhin hat es jemand in den Drucker gelegt, in einen Briefumschlag geschoben, über den Kanal geflogen, im gelben Kasten auf einen Lastwagen verfrachtet, einsortiert und schließlich vom Postauto zu meinem Haus getragen.