Der Ape-Fahrer

Bei schönem Wetter unterwegs mit einer

Ape Calessino.

1947 entwickelte Piaggio nach der erfolgreichen „Wespe“ Vespa einen Kleinsttransporter: die „Biene“ Ape. Mit drei Rädern sehr wendig und günstig im Unterhalt.

Es gab bald auch Versionen für den Personentransport – genannt „Calessino“, die kleine Kutsche.

2007 brachte Piaggio aus Anlass des 60-jährigen Jubiläums der Baureihe die „Ape Calessino“ heraus. Die Fahrzeuge wurden  in Indien hergestellt – inklusive des Einzylinder-Rüttelplatten-Diesel-Motors von Lombardini. Gut 1000 Ape Calessino wurden bis 2009 in blau-weiß gebaut. 999 verkaufte Piaggio als limitierte Sonderserie. Einige erhielten eine dunkelblaue Lackierung für den Italienischen Staatspräsidenten, zwölf wurden weiß lackiert. Davon gingen im Jahr 2008 zwei in weiß mit weißem Dach und besonders gepolsterten Sitzen an den Vatikanstaat. „Papa Benedetto XVI.“ nahm sie persönlich entgegen.

2009 erschien in einer Auflage von 600 Exemplaren ein neues Modell in weiß mit Stoffdach in burgund und ebenso gefärbtem Cockpit.

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Meine Ape ist eine fabrikneue Mischung aus beiden Modellen: weiße Karosserie, weißes Cockpit, weißes Dach – aber ohne das Wappen des Vatikanstaats. Gebaut im Juli 2010. Seriennummer 47/600 der aktuellen Baureihe. Am 4.9.2010 habe ich sie anlässlich des „Euro Ape 2010“-Treffens im Allgäu abgeholt. Gleich die erste Fahrt führte 145 Kilometer auf und über die Schwäbische Alb in den Schwarzwald.

Und weil alle danach fragen:

  • nein, ich fahre damit nicht auf den Golfplatz*
  • ja, es können wirklich drei Leute plus Chauffeur mitfahren
  • nein, schneller als 56 fährt sie auf gerader Strecke nicht
  • ja, ich bin bisher noch jeden Berg hinauf gekommen

Fotos gibt´s bei flickr:

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*= … dafür aber fast jeden Samstagmorgen zum Bäcker Kopp wegen der leckeren Weckle!