Neckar-Erlebnis-Tal lädt zum Aktionstag Rad und Kunst am 24. September 2017

Der Verein Neckar-Erlebnis-Tal arbeitet gerade intensiv an einer Neuausrichtung, um auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet zu sein. Neueste Aktivität ist der „Aktionstag Rad und Kunst im Neckar-Erlebnis-Tal“ am Sonntag, dem 24. September 2017.

Hauptversammlung: Neue Mitglieder in den Vorstand gewählt

In Starzach traf sich der Verein Ende Juli zu seiner Mitgliederversammlung. Bürgermeister Thomas Noé begrüßte die anwesenden Mitglieder, die Fördermitglieder, die Presse und die Bürgermeister aus dem Neckar-Erlebnis-Tal.

Axel Blochwitz, 1. Vorsitzender des Vereins, hielt Rückschau auf die Aktivitäten. Er sprach auch über die strategischen Überlegungen, den Verein mit Unterstützung der Agentur Kohl & Partner neu auszurichten. Zudem ist der Vorstand mit interessierten Gemeinden über eine Ausweitung des Gebietes im Gespräch.

Bei den Wahlen schied der zweite Vorsitzende Richard Caspar nach vielen Jahren erfolgreicher Arbeit aus. Für ihn rücken zwei Mitglieder in den Vorstand nach, die erst seit kurzem dabei sind und mit frischen Ideen die Entwicklung des Vereins vorantreiben wollen.

Christina Gsell wurde zur zweiten Vorsitzenden des Vereins Neckar-Erlebnis-Tal gewählt.
Christina Gsell wurde zur zweiten Vorsitzenden des Vereins Neckar-Erlebnis-Tal gewählt.

Christina Gsell ist Betriebsleiterin in Rottenburg beim Eigenbetrieb „Wirtschaft Tourismus Gastronomie“ (WTG) und in dieser Funktion auch für Tourismus zuständig.

Frank Börnard rückt gemeinsam mit Christina Gsell als zweiter Vorsitzender in den Vorstand des Vereins Neckar-Erlebnis-Tal auf.
Frank Börnard rückt gemeinsam mit Christina Gsell als zweiter Vorsitzender in den Vorstand des Vereins Neckar-Erlebnis-Tal auf.

Frank Börnard ist Wirtschaftsförderer des Interkommunalen Gewerbegebietes InPark A81 , bei der Stadt Sulz am Neckar für Tourismus, Öffentlichkeitsarbeit und Kultur verantwortlich sowie Geschäftsführer des Steinbeis-Beratungszentrums impulse.ideen.innovationen.

Zur neuen Vorsitzenden der Fördermitglieder wurde Dr. Monika Laufenberg gewählt. Sie ist unter anderem zertifizierte Neckar-Landschaftsführerin und Vorsitzende des Förderverein Heimat und Kultur in Börstingen e. V..

Neuer Vorsitzender des Bürgermeister-Beirats ist Starzachs Bürgermeister Thomas Noé, der den Sulzer Bürgermeister Gerd Hieber ablöst.

Aktionstag Rad und Kunst am 24. September

Aktionstag Rad und Kunst
Am Sonntag, 24. September, findet der Aktionstag Rad und Kunst im Neckar-Erlebis-Tal statt.

Frank Börnard präsentierte bei der Sitzung das Konzept „Rad und Kunst“, das auf drei Säulen beruht:

  1. Flyer mit Angebots-Highlights und Verweisen auf die Online-Angebote
  2. Webseite radundkunst.net sowie Facebook-Seite.
  3. Aktionstag Rad und Kunst

Allen Angeboten ist gemein, dass sie das bewusste Erleben des Oberen Neckartals und das Kennenlernen der Kunst bekanntmachen und die Vernetzung fördern sollen. Zahlreiche Kunstschaffende und Institutionen beteiligen sich bereits an dem ambitionierten Projekt, das von Verkehrsminister Winfried Hermann mit einem landesweiten Preis ausgezeichnet wurde.

„Berlin hat vor einigen Jahren mit der längsten Kunstmeile der Welt geworben“, berichtete Börnard. „Das waren damals 45 Kilometer. Bei uns sind das co-werk in Oberndorf am Neckar dabei, der Kunstpfad in Sulz, das Quartier77, die Kulturtankstelle in Börstingen – bis hin zu zahlreichen Rottenburger Aktivitäten und vielen weiteren. Wir haben damit eine längere Kunstmeile als die Bundeshauptstadt“.

Weitere Informationen auf der Webseite von Rad und Kunst.

Business as (un)usual: InPark A81 auf der Messe „Mach‘ was draus!“

Die Stadthalle im Backsteinbau in Sulz am Neckar war Schauplatz der Messe „Mach‘ was draus!“. Sie ist ein „Markt der Möglichkeiten“ für Bürgerbeteiligung und Bürgerengagement.

Sabrina Glöckler von der Stadtverwaltung Sulz am Neckar begrüßt die Besucher der Messe "Mach' was draus!"
Sabrina Glöckler von der Stadtverwaltung Sulz am Neckar begrüßte die Besucher der Messe „Mach‘ was draus!“ .

Etwa fünfzehn Aussteller von Ortsteilen und Kommunen über Initiativen und Vereine bis hin zu Bürgermentoren mit ihren Projekten gestalteten die vielfältige Ausstellung.

Ganz bewusst ist der InPark A81 dabei

Mit dabei war auch das Projekt #radundkunst mit einem Infostand auf der Messe „Mach‘ was draus!“  – und das Interkommunale Gewerbegebiet Sulz am Neckar | Vöhringen InPark A81.

Was tut aber ein Gewerbegebiet auf einer solchen Messe? Zunächst einmal Präsenz zeigen bei einer lokalen Veranstaltung, an der viele Engagierte, Interessierte und Entscheidungsträger teilnehmen.

Zum anderen aber auch Bewusstsein dafür schaffen, dass heute neben harten Fakten vor allem weiche Standortfaktoren zählen.

Die Lage nahe der Autobahn ist für ein Gewerbegebiet wichtig. Ebenso wichtig sind aber Bürgerinnen und Bürger, die an der Attraktivität ihrer Gemeinde arbeiten. Sie erleichtern und ermöglichen Integration. Sei es für Geflüchtete, sei es aber auch für „Reingeschmeckte“, die ihren Lebensmittelpunkt in einer ländlichen Gemeinde suchen und finden.

Die Bürgerinnen und Bürger schaffen auch ein lebenswertes Umfeld. Sie halten aktive Vereine am leben und sorgen für kulturelle Vielfalt – vom Musikverein über die Jugendkunstschule KREISEL bis hin zum Kultur- und Heimatverein und vielen weiteren.

Letztlich passt das Motto „Mach‘ was draus!“ sehr gut zur Intention des InPark A81. Auf 35 Hektar Fläche entstehen im Gewerbegebiet neue Formen der Produktion, der Arbeit, der Innovation, der Vernetzung und der Kooperation.

Moderierter Rundgang erleichtert die Übersicht

Um den Besucherinnen und Besuchern einen Überblick zur Messe zu geben, interviewte ich die Ausstellenden bei einem moderierten Rundgang abwechselnd mit Hans-Ulrich Händel. Er ist Beauftragter für Bürgerengagement und Bürgerbeteiligung bei der Stadt Sulz und Inhaber von „Zukunft entwickeln“.

Video zeigt die Vielfalt der Messe „Mach‘ was draus!“

Als Nachbericht wurde ein Video zur Messe „Mach‘ was draus!“ produziert, das einen kleinen Überblick liefert.

Auch die Initiative #radundkunst informiert in einem Beitrag über die Messe auf ihrer Webseite.

Begegnung mit Miss Marple auf dem Eifelsteig

Zwei Leidenschaften miteinander verbinden: Das hat dieses Jahr im Urlaub perfekt funktioniert.

Übernachtung im Krimihotel

Als anglophiler Europäer (trotz Brexit) mag ich ja seit Kindertagen englische Krimis. Ich erinnere mich noch, dass ich im Sauerland abends heimlich zu meiner Oma geschlichen bin, um auf dem Schwarz-Weiß-Fernseher Miss Marple zu schauen. Natürlich die Folgen mit Margareth Rutherford und (James Buckley) Stringer Davis.

Der resoluten Dame sind wir nun wieder begegnet: Wir tauchten in ihre Welt ein im Krimihotel Hillesheim. Und erfuhren übrigens, dass sie, wenn man all ihre Fälle addiert, mindestens 111 Jahre alt geworden sein muss.

Hotelzimmer mit großem Foto der Romanfigur Miss Marple.
Trotz teils zwielichtiger Gestalten nächtigt man gut im Krimihotel – schließlich wacht Miss Marple!

Wer mag, kann im Krimihotel auch bei Veranstaltungen auf Verbrecherjagd gehen – und sich im angeschlossenen Biergarten lecker stärken.

125 Kilometer auf dem Eifelsteig

Von dort gingen wir dann der zweiten großen Leidenschaft nach. Eine lange Wanderung auf dem Eifelsteig. Der sehr gut ausgeschilderte, 313 km lange Fernwanderweg führt in 15 Etappen von 14 bis 29 Kilometer Länge vom Aachener Ortsteil Kornelimünster nach Trier. Sechs Abschnitte haben wir unter Schusters Rappen genommen.

Eine Treppe führt im Wald steil hinauf.
Der Eifelsteig machte schon gleich zu Beginn seinem Namen alle Ehre.

Eine Herausforderung waren dieses Jahr im Juni die hohen Temperaturen. Bis zu 35 Grad, bei asphaltierten Wegen auf freiem Feld war es gefühlt sogar noch heißer. Bis zu drei Liter Wasser haben wir am Tag mitgeschleppt und verdunstet.

Eifelsteig Felsen bei Gerolstein
Steil aufragende Felsen beim Abstieg nach Gerolstein.

Tipps für gutes Essen

Wir waren froh, dass die meisten Hotels recht kühle Zimmer angeboten haben. Denn nicht immer gab es Möglichkeiten, an schattigen Plätzen eine Pause einzulegen.

Tisch in Form einer Muasefalle
Das Café Mausefalle in Neroth rühmt sich, die größte Mausefalle der Welt zu haben.

Überwiegend haben wir sehr lecker gegessen – etwa im

Entlastung durch Wanderstöcke

Sehr bewährt haben sich auf den teils steilen An- und Abstiegen meine neuen Wanderstöcke. Die Leki Micro Vario Carbon habe ich zum Glück im lokalen Fachgeschäft Sport Stiehle gekauft. Ausrüstungsgegenstände, bei denen es auf die Größe ankommt, muss man einfach an- und ausprobieren. Zwar sind die Lekis um 10 Zentimeter verstellbar, aber ich hätte ohne Beratung fast die falsche Größe genommen.

Frank Börnard unterwegs auf dem Eifelsteig
Auf den teils schmalen, steilen Pfaden sind die Leki-Stöcke eine Hilfe.

Die Stöcke sind gerade für Gelegenheitswanderer eine Entlastung. Es geht sich an kniffligen Stellen sicherer, zudem werden die Knie entlastet. Und sie wiegen mit 229 Gramm pro Stück kaum etwas. Zur Qualität muss man bei Leki nicht viel sagen. Der hohe Preis ist durch die perfekte Funktion, die saubere Verarbeitung und die hochwertigen Materialien gerechtfertigt. Zu den Stöcken gehört ein kleiner Beutel, so dass man sie sauber im Rucksack verstauen kann.

Zwei Wanderstöcke auf einem Tisch.
Klein faltbar, sehr leicht, robust gemacht: Leki Micro Vario Carbon.

Gegen Aufpreis gibt es übrigens auch die Varianten „Strong“ (verstärkt) und den vom Magazin Outdoor mit „Sehr gut“ getesteten „Leki Micro Vario Carbon AS“ (Anti-Shock; mit Gummidämpfer). Ob man die Dämpfung wirklich benötigt, ist Geschmacksfrage. Ich persönlich trage die Stöcke lieber über kurze, felsige Passagen und setze auf harten Böden und Asphalt ohnehin auf die Gummidämpfer Rubber Tip Trekking. So praktiziere ich es auch mit meinen Nordic-Walking-Stöcken immer.

Die Gummipuffer werden auf das Stockende geschoben.
Zum Glück wird zu den Gummipuffern eine Bedienungsanleitung mitgeliefert.

Wer jetzt über diese sinnlos erscheinende Bedienungsanleitung schmunzelt – sie ist auch noch falsch. Leicht aufsetzen, und dann den Gummipuffer mit dem Stock auf den Boden drücken. Das wäre richtig, weil es Kraft spart.

Preisgleich zum Standard-Stock ist die „Lady“-Ausführung erhältlich – wohl mit kleinerem Griff.

Wandern ohne Gepäck

Insgesamt war die Wanderung von der Eifel Tourismus GmbH sehr gut geplant. Täglich gab es ein Lunch-Paket in den durchweg guten Hotels. Der Gepäcktransport klappte wie am Schnürchen, der zur Verfügung gestellte Wanderführer Eifelsteig beschreibt präzise alle Etappen.

Reiseführer Eifelsteig

Und zum guten Schluss gab´s noch ein schickes Zertifikat nebst Anstecker.

Business as (un)usual: Smoothies und Rasenteppich am Messestand

Einen neuen Messestand hat der InPark A81 zur Steigerung der regionalen Präsenz entwickelt.

Bisher war das Interkommunale Gewerbegebiet vor allem auf der Immobilienmesse ExpoReal in München präsent. Europas größte B2B-Fachmesse für Immobilien und Investitionen ist hoch spannend, vor allem, um Trends zu erkennen. Aber es langte dem InPark A81 nur zu einem kleinen Stand und wenigen Kontakten zu potenziellen Investoren.

Informationen in drei Fremdsprachen

Internationale Investoren werden seit Jahresbeginn auf der Webseite des Gewerbegebietes mit Bereichen auf Englisch, Französisch und Spanisch informiert. Ein klares Signal, dass „Weltfirmen“ willkommen sind.

In drei Fremdsprachen informiert der InPark A81 Interessenten.
In drei Fremdsprachen informiert der InPark A81 Interessenten.

Auch die Heimat kommt zu Wort

Die meisten Interessenten für Gewerbegebiete kommen aber aus einem überschaubaren Umkreis. Deshalb soll nun der Schwerpunkt der Präsenz regional erfolgen. Passend dazu wurde auch eine schwäbische Informationsseite eingerichtet.

Auch auf Schwäbisch ist die Informationsseite verfügbar.
Auch auf Schwäbisch ist die Informationsseite verfügbar.

Neuer Messestand

Weicher Teppich, bequeme Liegestühle: Nicht nur damit punktete der neue Messestand des InPark A81.
Weicher Teppich, bequeme Liegestühle: Nicht nur damit punktete der neue Messestand des InPark A81.

„Wir haben einen Platz für Sie frei“, lautet der Slogan des Interkommunalen Gewerbegebietes InPark A81 am neuen Messestand. Erstmals kam der Stand bei der regionalen Messe „Treffpunkt Wirtschaft“ in der Rottweiler Stadthalle zum Einsatz. „Bei anderen Messen haben wir gesehen, dass die Besucher nach einiger Zeit froh sind, wenn sie sich mal hinsetzen und ausruhen können. Daraus entstand die Idee, genau das anzubieten“, erklärt Wirtschaftsförderer Frank Börnard.

„Wir haben einen Platz für Sie frei“, hieß es deshalb am Stand. Der weiche Rasenteppich mit Liegestühlen wurde dann auch rege genutzt. „In lockerer und entspannter Atmosphäre konnten wir mit unseren Gästen ins Gespräch kommen. Dazu haben wir ihnen grüne Smoothies vom lokalen Bio-Supermarkt biomammut serviert. Dieses etwas andere Werbegeschenk haben wir ganz bewusst ausgewählt, denn damit können wir zeigen, dass die Versorgungslage in unmittelbarer Nähe unseres Gewerbegebietes nichts zu wünschen übrig lässt.“
Den Hintergrund des Messestandes bildet ein fünfeinhalb Meter breites Foto. „Es zeigt nicht nur den InPark A81, sondern auch die Lage des Gebietes in unmittelbarer Autobahnnähe“, erläutert Geschäftsführer Michael Lehrer.

In der Presse

Der Schwarzwälder Bote berichtet unter dem Titel „Auf Rasenteppich ist ein Platz frei“ über den neuen Stand.

Business as (un)usual: Digitalisierung – Herausforderung im Berufsleben

Man lernt ja nicht aus, was es alles gibt: Vom Netzwerk für berufliche Fortbildung erhielt ich eine Einladung zum „Pre-Opening Talk“ der Bildungsmesse Neckar-Alb binea. Das Expertengespräch fand einen Tag vor der offiziellen Eröffnung der Bildungsmesse im kleinen Rahmen statt – dafür war das Themenspektrum um so größer.

Perspektiven neu denken

„Digitalisierung – Herausforderungen im Berufsleben: Fit durch Fortbildung!“ lautete der Titel des Pre-Opening Talks. Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Weiterbildung waren eingeladen:

Die Veranstaltung am Donnerstag, 2. Februar, um 18 Uhr in der Reutlinger Stadthalle moderierte Dr. Ulrich Bausch. Bausch ist Vorsitzender des Netzwerks für berufliche Fortbildung und Geschäftsführer der Volkshochschule Reutlingen.

Screenshot aus einem Video über die Bildungsmesse binea.
Beim Pre-OpeningTalk der Bildungsmesse Neckar-Alb diskutierte ich mit Georg Falke, Dr. Uwe Bausch, Prof. Dr. Kai Sassenberg und Dr. Carl-Heiner Schmid über die Chancen und Risiken der Digitalisierung in der Bildung. Foto: Screenshot RTF1

Das Gespräch startete mit einem kurzen Austausch zu den Veränderungen der Berufswelt durch die Digitalisierung. Carl-Heiner Schmid von der HS-Heinrich Schmid GmbH & Co. KG berichtete, dass seine über 4200 Handwerker auf den Baustellen Tablets und Smartphones einsetzen – positionierte sich aber auch klar, dass die Wertschöpfung im Handwerk über die Arbeit mit den Händen erfolgt.

Georg Falke forderte unter anderem eine deutlich bessere Ausbildung der Lehrenden in der Weiterbildung bezüglich der Nutzung digitaler Technik. Hier konnte Prof. Dr. Kai Sassenberg schon auf Pilotprojekte verweisen, die sein Institut betreut. Er zitierte aber auch Studien, dass die Massive Open Online Courses (also rein digitale Weiterbildungskurse für Massen von Nutzern) oft nur von 1,5 Prozent der Teilnehmenden abgeschlossen werden.

Professor Sassenberg pflichtete mir bei, dass das Kursangebot auf Englisch und Spanisch sehr umfangreich ist – während zum Beispiel deutschsprachige Kurse vergleichsweise selten sind und längst nicht so viele Themen abdecken.

Opfer und Profiteur der Digitalisierung

Aufgegriffen wurde meine recht provokante Äußerung, dass (nicht nur) ich selbst Opfer und und Profiteur der Digitalisierung bin. Auf die Frage des Moderators, ob Digitalisierung ein „Jobkiller“ sei, stellte ich die beiden Perspektiven heraus.

Digitalisierung als Jobkiller

Grafik mit zurückgehenden Auflagenzahlen bei Tageszeitungen
Die Auflagen der Tageszeitungen gehen seit Jahren massiv zurück – steigende Verkaufszahlen beim ePaper können dies nicht auffangen. Quelle: WUV

Nicht zuletzt die Fachzeitschrift „Werben und Verkaufen (WUV)“ berichtet immer wieder, wie sehr die Auflagen von Tageszeitungen und Magazinen sinken. So titelt Petra Schwegler etwa „Print schrumpft weiter“ und zitiert dazu Zahlen der  Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V. (IVW). Der Auflagenrückgang führt zu einer Konzentrationswelle bei Zeitungen und Zeitschriften. Und auch zu Problemen, den lokalen Journalismus zu finanzieren. Noch ist keine Lösung für eine Zwickmühle erkennbar: Auf der einen Seite ist diese kritische Begleitung durch unabhängige Berichterstattung unverzichtbar für eine demokratische Gesellschaft, auf der anderen Seite ist diese Gesellschaft immer weniger bereit, dafür zu bezahlen. Schließlich scheint es doch über das Internet kostenlose Alternativen zu geben, die schneller, attraktiver, bunter, individueller und leichter zu konsumieren sind.

Jeder wird zum Filmproduzenten

Wenn man an die ikonischen Bilder von 9/11 oder der Notlandung auf dem Hudson-River denkt, dann sind nicht nur Printmedien betroffen. Man benötigt keine Druckmaschine und kein Filmteam mehr, um relevante, aktuelle, von Millionen konsumierte Inhalte zu erzeugen. Aber wer zahlt dafür, dass Journalisten aufwendig recherchieren, prüfen, aufbereiten und ein (hoffentlich) ausgewogenes Gesamtbild der Welt liefern? Und dafür, dass uns Journalisten auch mal etwas Neues erzählen sowie Altbekanntes hinterfragen?

Der Kostendruck führt zu Spezialisierung, zu weniger Vielfalt, zu weniger Präsenz der einzelnen Journalisten „vor Ort“ – und damit dazu, dass die Meinungsbilder weniger breit sind. Wenn weniger Journalisten zu einem Termin anreisen, wenn viele Journalisten elektronische Pressestellen, E-Mails und die Datenlieferung direkt ins Redaktionssystem als Haupt-Nachrichtenquelle nutzen – dann ist das eine inhaltliche Verarmung. Es steigert darüber hinaus die Gefahr, dass Lobbyisten, Verbände, Meinungsbildner, PR-Fachleute, im Kleinen Pressesprecher oder Öffentlichkeitsbeauftragte das Bild bestimmen.

Ich selbst habe mich angesichts der massiven Veränderungen gefragt, ob das die journalistische Welt ist, in der ich arbeiten möchte. Zumal die Konkurrenz fast übermächtig erscheint. Ein Stück weit bin ich eben „Opfer“ der Digitalisierung – und habe deshalb meinen Job gewechselt.

Das böse Facebook

Facebook wird von vielen als wichtigste – und oftmals einzige – Nachrichtenquelle genutzt. Fast die Hälfte der US-Amerikaner unter 35 sieht dies so, wie Christian Stöcker in seinem Spiegel-Artikel „Radikal dank Facebook“  darstellt. Dabei landen Menschen leicht in einer „Filterblase“, wie es Eli Pariser nennt: Sie sehen nur Inhalte, die von Algorihtmen für sie bestimmt werden. Es entsteht der Eindruck „Die ganze Welt ist meiner Meinung“ (Konrad Lischka).

Social Bots, also Meinungsroboter, können in Wahlkämpfen gezielt eingesetzt werden, um das Weltbild der Social-Media-Nutzer zu verändern. So jüngst geschehen beim US-Wahlkampf mit „politischem Direktmarketing“. Social Bots sind nur ein Beispiel für die Entwicklungen, die Digitalisierung derzeit nimmt. Rutschen wir in eine düstere Welt?

Der Nutzer, User, Leser – er stimmt mit den Füßen oder besser: mit dem Mausklick und Tablet-Wisch ab, was relevant ist. Was geteilt wird, und was nicht. Was viral wird. Was attraktiv ist.

Frank Börnard vom InPark A81 spricht im Regionalfernsehen RTF1.
Das Regionalfernsehen RTF1 interviewte mich zum Thema Big Data. Foto: Screenshot RTF1

Hier ist auch ein Bezug zur Weiterbildung zu sehen: Wenn ich mir künftig Zertifikatslehrgänge selbst aussuche und zusammenstelle – rein nach meinen persönlichen Interessen –, dann erhalte ich ein Studium, dass viel mehr meinen Talenten, meinen Schwerpunkten, meinen Fähigkeiten entspricht. Ich schaue aber (pessimistisch betrachtet) wesentlich weniger in unbekannte, möglicherweise wichtige und neue Wissensgebiete.

Wer ist eigentlich (nicht) betroffen?

Nicht nur Journalisten sind bereits jetzt stark von der Digitalisierung beeinflusst – bis hin zum Roboter-Journalismus, der aus Fakten eigenständig Meldungen erstellt. Ohne menschliches Zutun.

Aber auch andere Branchen sind bekanntlich betroffen. Selbst Ärzte. Computer erstellen inzwischen schon sehr präzise Diagnosen und Prognosen, wie unter anderem ein kurzer BBC-Beitrag zum Beth Israel Deaconess Medical Center zeigt.

80 Prozent Materialeinsparung

Schon 2013 zeigte eine Studie, die Rolls Royce im Auftrag der EADS erstellte, dass bei Flugzeug-Triebwerken der Abfall bei der Produktion (er macht 5,5 der insgesamt 6,5 Tonnen eingesetzten Materials aus) um 80 Prozent reduziert werden kann. Die Auswirkungen (auch) auf die Arbeitsplätze werden entsprechend groß sein – sowohl was die Qualifizierungen, die Ortsunabhängigkeit der Produktion, die Bedeutung einzelner Zweige wie dem spezialisierten Maschinenbau wie auch die Anzahl und Verteilung der Arbeit angeht.

Zumal 3D-Druck nicht nur den Aufwand reduzieren kann – weil schlicht nicht mehr gebohrt, gefräst, geschliffen und poliert werden muss – sondern auch, weil völlig neue Bauteile möglich werden. Deshalb hat Rolls Royce für das neue Trend-XWB-97-Triebwerk in der Entwicklung bereits Getriebegehäuse mit einem Durchmesser von 1,5 Meter im 3D-Druck (Additive Layer Manufacturing, ALM) produziert. Schon beim Druck konnten neuartige Heizkanäle integriert werden.

Man ist schon geneigt, zu sagen „natürlich“ sind noch viele andere Branchen und Technologien betroffen. Der „Report 3D-Printing“ der Europäischen Kommission zeigt, was heute alles denkbar ist:

  • Implantate – vom Zahnersatz, der den Zahntechniker überflüssig machen könnte bis hin zu ganzen, perfekt angepassten Knochen.
  • Alle nur vorstellbaren Plastik- und Metallteile. Darunter auch Ersatzteile für jede Maschine, die auf Basis der Daten weltweit gedruckt werden können und nicht mehr verschifft werden müssen.
  • Deko-Artikel fürs Haus und Spielzeuge.
  • Textilien.
  • Bauteile und ganze Häuser.
  • Essen.

Die Chancen der Digitalisierung

Beim Pre-Opening Talk wies ich bewusst auch auf die Chancen hin – denn ein Teil von mir ist eben auch „Profiteur der Digitalisierung“. Mein nebenberufliches Studium der Betriebswirtschaft war zunächst der Versuch, irgendwie noch einen Studienabschluss zu bekommen.

Als „Fachfremder“ habe ich dabei alle mir zur Verfügung stehenden und erreichbaren Möglichkeiten genutzt, um das Studium zu schaffen. Von Youtube-Videos bis zu Recherchen mit Suchmaschinen und in Online-Ressourcen verschiedener Universitäten, von Online-Kursen bis zu Lern-Software, von auf dem Tablet erstellten Mind-Maps bis hin zum Austausch mit anderen Studierenden über digitale Kanäle. Ganz nebenbei bemerkt: Ich habe fast alle MOOCs, zu denen ich mich angemeldet hatte, auch absolviert. Es sei denn, ich fand sie nicht relevant oder schlecht gemacht. Bei all dem war ich nicht nur Konsument, sondern auch Produzent. Bei meinen Vor-Ort-Recherchen zum Thema „Impulse, Ideen und Innovationen für den Einzelhandel“ habe ich zur Dokumentation und Erkundung Dutzende Fotos geschossen und einige Videos gedreht. Wobei das nicht einmal ansatzweise vergleichbar ist mit dem Aufwand, den Hochschulen heute schon treiben.

Es ist faszinierend, mit welchem Aufwand Institute wie das Massachusetts Institute of Technology (MIT) die MOOC-Teilnehmenden motivieren und über einen Spannungsbogen bei der Stange halten. Doch die Produktion solcher Kurse ist hoch aufwendig. Für den Markt aller Englisch-Sprechenden lohnt sich das – für die vergleichsweise wenigen Deutschsprachigen, die sich nebenbei weiterbilden wollen, eher nicht. Zumal es so gut wie nie offizielle ECTS-Punkte für die Kurse gibt.

Mein persönlicher Erfolg dank der Nutzung aller Möglichkeiten: Ich „schaffte“ das Studium nicht nur, sondern schloss es als Fachfremder sehr gut ab. Deshalb nutze ich weiterhin die digitalen Chancen – ohne die analoge Welt aus den Augen zu verlieren. In einem von mir geleiteten Vertriebs-Workshop sagten die Teilnehmer schließlich, sie seien heute wegen der modernen Kommunikationsmethoden nicht seltener, sondern häufiger bei ihren Kunden.

Ein Plädoyer fürs Analoge

Bei der Betreuung Studierender an der Business School Alb-Schwarzwald stelle ich darüber hinaus immer wieder fest, dass Erwachsene in der Weiterbildung froh sind, wenn sie persönlich betreut werden. In Räumen, die weitgehend frei sind von digitaler Technik. Schließlich sitzen sie üblicherweise schon in ihren Berufen die meiste Zeit vor dem Rechner. Ganz bewusst setze ich daher auch auf ungewöhnliche analoge Techniken bei kreativen Workshops.

Frank Börnard setzt ein Kamishibai in einem Workshop mit Unternehmern ein.
In einem Workshop mit Unternehmern habe ich schon ein japanisches Papiertheater eingesetzt und die Teilnehmenden selbst zeichnen lassen. Das Kamishibai erwies sich als hervorragendes, rein analoges Werkzeug. Foto: Andrea Weigold

Als Wirtschaftsförderer des InPark A81 habe ich dennoch auf die Chancen der Digitalisierung in der Bildung hingewiesen. Fachkräfte in ländlichen Regionen wissen die Möglichkeiten, ortsunabhängig bei hochkarätigen Experten zu studieren, zu schätzen. Das Youtube-Video ist oft die beste Anleitung. Gut gemachte Online-Kurse oder Lernsoftware kann man in seinem eigenen Tempo, nach seinen eigenen Fähigkeiten und seinem eigenen Zeitplan optimal nutzen. Zudem ist diese Form der Weiterbildung auch noch preiswert, die Inhalte immer wieder verfügbar und der Umgang mit digitaler Technik leicht zu erlernen.

Die Lösung liegt wie immer in einer Mischung

Im Unterricht an kleinen Hochschulen können über digitale Technik die Potenziale der weltweit führenden Universitäten und Kapazitäten genutzt und beispielsweise lokal diskutiert werden. „Blended Learning“, das Nutzen der Vielfalt vom persönlichen Gespräch bis hin zu modernster virtueller Technologie ist eine zu große Chance, als dass man sie nicht kennen und einsetzen sollte.

Das Fernsehen fasst zusammen

Der Fernsehsender RTF1 hat zur Bildungsmesse binea und dem Pre-Opening Talk einen kleinen Filmbeitrag gedreht und einige Aspekte der Gesprächsrunde aufgegriffen:

Links:

Allgemeine Infos zu Digitaler Bildung:

Bildungsmesse Neckar-Alb binea

Learning how to learn MOOC, University of San Diego

Massachusetts Institute of Technology (MIT)

Netzwerk für berufliche Fortbildung

Artikel zu 3-D-Druck/Additive Layer Manufacturing:

EU-Studie

„Report 3D-Printing“

Genannte Firmen:

Business School Alb-Schwarzwald

HS-Heinrich Schmid GmbH & Co. KG

InPark A81 – Interkommunales Gewerbegebiet Sulz am Neckar | Vöhringen

RTF1 – Fernsehen für die Region Neckar-Alb

Steinbeis-Transferzentrums impulse.ideen.innovationen

 

To boldly* go… Frank an Bord der Enterprise

Neues Jahr, neuer Job – Frank an Bord der USS Enterprise NC-1701 (hoffentlich stimmt das so, sonst bekomme ich es wahrscheinlich bald mit den Borg zu tun…). Na ja, zumindest für ein paar Minuten dank einer freundlichen Museumsmitarbeiterin und eines gewohnt gelassenen, toleranten Captain Kirks:

Captain Frank auf der Brücke des Raumschiff Enterprise
Ein Mal auf der Brücke der Enterprise sitzen, bevor mal wieder alles durchgeschüttelt wird und Funken sprühen. In Friedrichshafen ist es 2017 möglich.

Im Dornier Museum ist bis in den Juni hinein eine kleine Ausstellung zum 50-jährigen Jubiläum von Star Trek zu sehen. Man kann sich auf dem Captains-Chair der „Next Generation“ ablichten lassen, einige Uniformen, Kostüme, Requisiten und Modelle anschauen. Selbst aus jüngeren Folgen sieht manches  erstaunlich primitiv aus.

Vitrine mit Ausstellungsstücken
Infos zum Bezug der Star-Trek-Ideen zu heutigen Produkten (etwa Mobiltelefon und Tablet-Computer) sind recht interessant.

Beeindruckend ist der Nachbau der Brücke aus der ursprünglichen Enterprise. Auch wenn das meiste einfach nur großformatige Fotos sind. Der Captains-Chair und die Konsole sehen schon recht echt aus. Wer will, kann dort Platz nehmen und mittels einer 3D-Brille in die Science-Fiction-Welt eintauchen. Und im Shop des Museums gleich Devotionalien kaufen.

Currywurst Drucker
Nicht käuflich ist ein „Replikator“, mit dem jedes gewünschte Essen ausgedruckt werden kann. Sonst würde ich jetzt schon meine eigene Currywurst drucken.

Der Besuch lohnt sich – wenn man den Rest des Museums des Technologie-Konzernes auch noch anschaut.

 

*= Oder heißt das jetzt „baldly“? Oder „To boldly go where no ball head has gone before“

Business as (un)usual: Vertrieb 4.0

Zwischen Mundpropaganda und Vertrieb 4.0 – Wie kommt mein Produkt zu neuen Kunden?

Bei einem „Forum Vertrieb“ diskutierten 25 Vertriebs-Profis an der Business School Alb-Schwarzwald über die aktuellen Trends – und transferierten ihre Erkenntnisse gleich in die Praxis: Im zweiten Teil des Abends analysierten sie den Vertrieb eines heimischen Unternehmens, gaben Tipps und Ratschläge, stellten vor allem viele Fragen.

Vertriebler als Dinosaurier, die vom Aussterben bedroht sind?

Moderiert wurde das Forum Vertrieb vom Business-School-Absolventen Frank Börnard. Der Wirtschaftsförderer und Leiter des Steinbeis-Beratungszentrums impulse.ideen.innovationen startete den Abend mit einem Impuls-Vortrag. Darin zeigte er die Vielfalt der Herausforderungen der digitalen Ära auf. Den Einstieg bildete provokanter Blick in die Evolutionsgeschichte.

Nicht der Stärkste überlebt

Nicht die stärkste oder intelligenteste Spezies überlebt, sondern diejenige, die sich an wechselnde Umweltbedingungen am besten anpassen kann. Das ist die etwas ausführlichere Form von Charles Darwins‘ „Survival of the fittest“.
Was das mit Vertrieb 4.0 zu tun hat? Experten wie Karl-Heinz Land sprechen vom „Digitalen Darwinismus“. Wenn sich Technologie und Gesellschaft schneller ändern, müssen sich Unternehmen anpassen – um nicht wie einst die Dinosaurier auszusterben.

Die Arbeitswelt verändert sich

Das hat auch Auswirkungen auf die Arbeitswelt, auf Berufsbilder. Börnard verwies unter anderem auf die ARD-Themenwoche „Zukunft der Arbeit“ sowie die Ergebnisse des IHK-Workshops „FutureHotel“ an der Hansgrohe Aquademie. Dort wurde klar definiert, dass Digitalisierung nicht den Menschen ersetzt, sondern für eine Verlagerung sorgt.
Empfangsmitarbeiter konzentrieren sich beispielsweise darauf, den Gast zu empfangen, sich um ihn zu kümmern, ihm Lösungen anzubieten – statt bloße Schnittstelle zum kaufmännischen System des Hotels zu sein („Der Computer sagt, ich muss Sie nach der Postleitzahl fragen.“).

Der Spielraum wird größer

Am Schluss seines Impuls-Vortrags stellte Börnard ein Modell der Vertriebs-Dimensionen zur Diskussion. Aktiver Vertrieb und Suchmaschinenoptimierung, Fokussierung auf digitale Lösungen oder auf die Kernkompetenzen des Menschen: Zwischen diesen Polen sind kreative, individuelle Lösungen für die jeweilige Zielsetzung, Kundenansprache und Branche gefragt.

Den Kunden anrufen oder ihm Informationen online bereitstellen? Alles automatisieren oder den Menschen ins Zentrum setzen? Zwischen diesen Polen ist Raum für individuelle Lösungen.
Den Kunden anrufen oder ihm Informationen online bereitstellen? Alles automatisieren oder den Menschen ins Zentrum setzen? Zwischen diesen Polen ist im Zeitalter des Vertrieb 4.0 Raum für individuelle Lösungen.

Heute bin ich mehr als doppelt so oft beim Kunden

Im Anschluss zeichneten die Teilnehmer eine Zahl oder ein Symbol auf, das ihrer Meinung nach die aktuellen Trends im Vertrieb charakterisiert. Dann stellten sie sich und ihre Zeichnung kurz vor. Schon dabei wurde deutlich, wie differenziert die Entwicklungen betrachtet werden. Es gibt nicht den einen Königsweg. Die Präsenz beim Kunden etwa ist heute sogar wichtiger als früher. Weitere Erkenntnisse zeigt die folgende Galerie mit Fotos von Heiko Seemann.

 

Viele Fragen wurden diskutiert

Wo stehen wir 2016? Im Zeitalter der voll digitalen, voll vernetzten Maschinen stellt sich vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen immer noch die alte Frage, wie man mit seinem Produktportfolio aktiv neue Kunden gewinnt. Welche Chancen bieten die modernen Technologien von Social Media bis Big Data? Was raten die Alten Hasen – Mundpropaganda, Multi-Channel, SEO, Vertrieb 4.0 mit hohem Automatisierungsgrad auf der Basis aktueller Kundendaten oder von allem etwas? Das waren einige Fragen, denen sich die Teilnehmer im Rahmen des Forums an der Business School Alb-Schwarzwald stellten.

Fazit: Seitenweise Erkenntnisse

Am Schluss zogen alle ein positives Fazit – „Wir hatten uns von dem Abend ein paar Impulse erhofft, jetzt haben wir seitenweise Erkenntnisse, über die wir weiter nachdenken können“, fasste einer der Teilnehmer zusammen.

Und noch ein bisschen mehr…

Einige Links zum Thema Digitalisierung:

  • Die Bundeszentrale für politische Bildung hat zum Thema „Zukunft der Arbeit“ im Zeitalter der Digitalisierung eine eigene Rubrik auf ihrer Homepage – dort gibt es auch ein interessantes Interview mit Prof. Ortwin Renn.
  • Ein Beispiel für Digitalisierung: Im „Henn na“ Hotel begrüßen Roboter die Gäste mehrsprachig – und auch sonst übernehmen sie viele Aufgaben.
  • Das Marktforschungs-Institut Gartner hat drei Trends bei der Digitalisierung ausgemacht und beschrieben.
  • Richard Sexton hat im Magazin „RetailerNOW“ einen Artikel zum „Educated Customer“ veröffentlicht. Ein Kunde, der sich intensiv informiert, bevor er auf den Verkäufer trifft.

Welche Jobs sind gefährdet?

  • Die ARD hat zu ihrer Themenwoche „Zukunft der Arbeit“ den „Job-Futuromat“  online gestellt. Hier kann man sich ein Bild machen, welche Berufe wie stark betroffen sind. Die Angaben sind durchaus mit Vorsicht zu genießen.
  • Zwei Drittel der Verkaufs-Jobs sind laut dem Ideenwerk BW durch Digitalisierung gefährdet.

Business as (un)usual: No Man is an Iland

Wie lange und wie oft doch die wichtigsten Erkenntnisse geteilt werden können – ohne dass man daraus die nötigen Lehren und Konsequenzen zieht. Schon 1624 beschäftigte sich der englische Dichter John Donne mit so etwas wie dem „Brexit“ – und dem, was dahinter steht. Wesentlich mehr als Veränderungen der Wirtschaft, beim Reisen, Telefonieren oder Arbeiten.

Hier rezitiert PJ Harvey das Gedicht aus aktuellem Anlass:

Kein Mensch ist eine Insel… Und hier ist die Übersetzung von wikipoetry:

Kein Mensch ist ein Insel

Kein Mensch ist eine Insel, vollständig in sich selbst;
jeder Mench ist ein Teil des Kontinents, ein Teil des Festlands.
Wenn die See ein Klumpen Erde wegspült, ist Europa weniger,
genau so, als wenn es ein Vorgebirge wäre ,
genau so, als wenn es das Anwesen deines Freundes wäre, oder dein eigenes.
Der Tod jedes Menschen verringert mich, weil ich in die Menschheit eingebunden bin;
So schicke nie einen Diener zu fragen, für wen die Glocke läutet; sie läutet für dich.

Interessanterweise heißt es im Original nicht wie im modernen Englisch „Island“, sondern „Iland“. Was Dieter Hildebrandt 1975 treffend in der „Zeit“ unter dem Titel „Warum niemand eine Insel ist“ erläuterte.

„Ich-Land“ und „Insel“. Wo wir alle doch nur und vor allem Teil eines großen, uralten Ganzen sind – und jeder Einzelne den bedeutendsten Beitrag zur Zukunft dessen leistet, was wir Menschheit nennen.

 

Morgan Motor Company – Guter, alter Kutschenbau

Im englischen Malvern Link ist die Morgan Motor Company seit 1913 ansässig.
Im englischen Malvern Link ist die Morgan Motor Company seit 1913 ansässig. Foto: Frank Börnard

Im Schwarzwälder Boten erschien meine Reportage (leider nicht online verfügbar) über die Morgan Motor Company, die in Südengland noch wie anno dazumal Autos weitgehend von Hand baut.

Morgan 4/4
Der Morgan 4/4 ist ein Klassiker. Noch heute werden Teile des Aufbaus aus Eschenholz gefertigt. Foto: Frank Börnard

Das Modell 4/4 wurde schon 1936 vorgestellt, erfuhr Anfang der 50-er Jahre mal eine Überarbeitung – und ist heute noch in Produktion.

Factory Tour
Bei einer Factory Tour bekommen Besucher einen tiefen Blick hinter die Kulissen – Fotografieren ausdrücklich erwünscht. Foto: Frank Börnard

 

Handarbeit Morgan Motor Company
Sehr viel Handarbeit steckt in jedem Morgan. Foto: Frank Börnard

Nicht nur für Auto-Enthusiasten lohnt es sich, Morgan mal einen Besuch abzustatten und an einer Factory Tour teilzunehmen. Es ist faszinierend, wie dort gearbeitet wird. Absolut feste Arbeitszeiten, genau so penibel eingehaltene Teepausen, viel Freiheit bei der Gestaltung der Arbeitsabläufe und Stolz auf das Produkt sind sehr bemerkenswert.

Meine Fotos gibt es bei Flickr.